SEO-Angebote sind schwer vergleichbar, weil dieselbe Bezeichnung sehr unterschiedliche Leistungen meinen kann. Wer die Modelle und die typischen Leistungsbestandteile kennt, kann Angebote sinnvoll gegenüberstellen – unabhängig davon, welche Zahl darunter steht.
Die drei üblichen Abrechnungsmodelle
| Modell | Passt, wenn … | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Einmaliges Projekt | Neue Website oder klare technische Probleme | Aufgeräumtes Fundament, kein laufender Aufbau |
| Monatliche Betreuung | Sichtbarkeit soll dauerhaft wachsen | Laufende Analyse, Inhalte, Optimierung, Reporting |
| Abrechnung nach Aufwand | Punktuelle Unterstützung, internes Team vorhanden | Flexibilität, aber schwer planbares Budget |
Was den Preis bestimmt
- Ausgangslage: Eine technisch saubere Website mit vorhandenen Inhalten braucht weniger Grundarbeit.
- Wettbewerb: Stark umkämpfte Themen erfordern mehr Inhalt und mehr Ausdauer als regionale Nischen.
- Umfang: Eine Leistung in einer Stadt ist etwas anderes als zehn Leistungen in fünf Regionen.
- Inhaltsproduktion: Ob Texte extern erstellt oder nur redigiert werden, ist der größte einzelne Posten.
- Beteiligte Rollen: Technik, Redaktion und Analyse verursachen unterschiedliche Aufwände.
Zu Preisspannen am Markt
Es kursieren viele Zahlen zu SEO-Preisen. Eine belastbare, allgemeingültige Statistik gibt es nicht, und pauschale Monatsbeträge sagen ohne Leistungsbeschreibung nichts aus. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn darin steht, wie viele Stunden oder welche konkreten Ergebnisse pro Monat enthalten sind: Wie viele Inhalte entstehen, welche technischen Arbeiten sind eingeschlossen, wie oft wird ausgewertet.
Was in einer laufenden Betreuung enthalten sein sollte
- Regelmäßige technische Prüfung: Indexierung, Ladezeit, Fehlerseiten, mobile Darstellung.
- Inhaltliche Arbeit: neue Seiten oder Überarbeitung bestehender Seiten entlang echter Suchanfragen.
- Interne Verlinkung und Seitenstruktur.
- Auswertung aus Search Console und Analytics mit klarer Ableitung.
- Ein Bericht, den man ohne Fachwissen versteht.
Woran Sie unseriöse Angebote erkennen
- Garantierte Platzierungen. Niemand kann Google-Positionen zusichern.
- Sehr niedrige Pauschalen ohne Leistungsbeschreibung.
- Gekaufte Backlinks als zentrales Argument.
- Berichte, die nur Kennzahlen zeigen, aber keine Maßnahmen benennen.
- Keine Aussage dazu, welche Inhalte in welchem Zeitraum entstehen.
Wie Sie den Wert beurteilen
SEO ist eine Investition in Reichweite, die bleibt. Anders als bei Anzeigen hört die Wirkung nicht auf, wenn das Budget endet – sie nimmt langsamer zu und langsamer ab. Die sinnvolle Rechnung ist deshalb nicht Kosten pro Monat, sondern Kosten je zusätzlich gewonnene Anfrage über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Voraussetzung dafür ist, dass Anfragen überhaupt gemessen werden.
